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Solopreneur*in werden
Wie du als Solopreneur*in dein Business profitabel aufbaust

Solopreneur*in werden: So geht’s

Ein Business ohne großes Team, dafür mit viel Freiheit und kurzen Entscheidungswegen: Genau darin liegt der Reiz des Solopreneur-Modells. Du entscheidest, was du anbietest, mit wem du arbeitest und wie du dein Unternehmen entwickelst.

Diese Freiheit funktioniert allerdings nur dann dauerhaft, wenn auch die wirtschaftliche Seite stimmt. Denn ein spannendes Angebot allein garantiert noch kein tragfähiges Business. Du brauchst eine sinnvolle Angebotsstruktur mit klaren Preisen und den Überblick darüber, welche Angebote sich für dich tatsächlich rechnen.

In diesem Ratgeber erfährst du, was Solopreneurship ausmacht, wie du ein durchdachtes Geschäftsmodell entwickelst und warum Preiskalkulation, Rentabilität und Produktstrategie für dein Solo-Business besonders wichtig sind. Außerdem zeigen wir dir, wie dich Smart Business Control dabei unterstützt, deine Selbstständigkeit Schritt für Schritt zu planen und zu steuern.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Solopreneur*innen steuern ihr Unternehmen bewusst allein. Sie beschäftigen i#n der Regel keine festangestellten Mitarbeiter*innen, können aber mit anderen Fachleuten zusammenarbeiten und sind meist gut vernetzt.
  • Anders als klassische Freelancer*innen verkaufen sie nicht nur ihre Arbeitszeit, sondern entwickeln eigene Produkte oder skalierbare Leistungen.
  • Ein gutes Solopreneur-Geschäftsmodell lässt sich schlank starten, benötigt wenig Kapital und enthält Abläufe, die sich vereinfachen oder automatisieren lassen.
  • Weil Zeit und Geld im Solo-Business begrenzt sind, spielen Preiskalkulation und Rentabilität eine besonders große Rolle.

Was ist ein Solopreneur oder eine Solopreneurin?

Solopreneur*innen sind Personen, die ihr eigenes Unternehmen ohne festes Team aufbauen und unternehmerisch steuern. Sie verfolgen Geschäftsmodelle, die schlank funktionieren und deren Umsatz nicht ausschließlich davon abhängt, wie viele Stunden die Person selbst arbeitet. Der Begriff setzt sich aus den Begriffen „solo“ und „Entrepreneur“ zusammen. Gemeint ist also eine unternehmerisch tätige Person, die Chancen erkennt, eigene Ideen umsetzt und die Verantwortung für das Unternehmen trägt – ohne jedoch ein klassisches Unternehmen mit meheren Angestellten aufzubauen.  Der Solopreneurship-Gedanke wurde zunächst in den USA bekannt. In Deutschland haben vor allem Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg das Konzept mit ihrem Buch „Solopreneur. Alleine schneller am Ziel“ etabliert.

Dabei bedeutet „solo“ nicht, dass du jede Aufgabe selbst erledigen musst. Im Gegenteil: Viele Solopreneur*innen arbeiten mit spezialisierten Dienstleister*innen oder anderen Unternehmen zusammen. Der entscheidende Unterschied: Du baust kein festes Team auf, das dauerhaft Teil deines Unternehmens sein muss. Im Idealfall entwickelst du als Solopreneur*in Angebote, die sich mehrfach verkaufen lassen. Bücher oder Onlinekurse sind typische Beispiele. Statt ausschließlich Stunde für Stunde abzurechnen, schaffst du Strukturen, Produkte oder Prozesse, mit denen dein Geschäft wachsen kann.

Was machen Solopreneur*innen? Die wichtigsten Merkmale

Solopreneur*innen organisieren ihr Business so, dass es mit möglichst schlanken Strukturen funktioniert. Dabei versuchen sie, Umsatz und Arbeitszeit zumindest teilweise voneinander zu entkoppeln.

Typisch für das Solopreneur-Modell sind mehrere Merkmale:

  • Du bleibst bewusst allein verantwortlich. Es gibt keine Mitgründer*innen und meist keine festangestellten Mitarbeiter*innen.
  • Du baust trotzdem ein Netzwerk auf. Aufgaben außerhalb deiner Kernkompetenz kannst du an Fachleute auslagern.
  • Du entwickelst eigene Produkte und Angebote. Deine Arbeit orientiert sich nicht nur an einzelnen Aufträgen.
  • Du denkst skalierbar. Dein Umsatz soll wachsen können, ohne dass dein persönlicher Zeitaufwand im gleichen Verhältnis steigt.
  • Du hältst deine Abläufe schlank. Wiederkehrende Prozesse versuchst du, so weit wie möglich zu vereinfachen oder zu automatisieren.
  • Du behältst Preise und Wirtschaftlichkeit im Auge. Gerade ohne großes finanzielles Polster können dauerhaft falsch kalkulierte Angebote schnell zum Problem werden.

Digitalisierung macht viele dieser Modelle deutlich leichter. Online-Kurse, Vorlagen, digitale Produkte, Plattformen, Mitgliederbereiche oder automatisierte Buchungsprozesse können dazu beitragen, ein Business mit vergleichsweise wenig personellem Aufwand zu führen.

Digital muss ein Solopreneur-Business aber nicht zwingend sein. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Kannst du dein Angebot so organisieren, dass du dein Unternehmen langfristig allein steuern kannst?

Genau hier wird auch die wirtschaftliche Planung wichtig. Denn ein schlankes Business ist nur dann ein gutes Business, wenn es sich für dich rechnet.

Solopreneur*in, Freiberufler*in oder Entrepreneur*in – was ist der Unterschied?

Der wichtigste Unterschied liegt darin, wie das Geschäft aufgebaut ist. Freiberufler*innen oder Freelancer*innen verkaufen häufig ihre persönliche Arbeitszeit. Ihr Geschäftsmodell basiert auf dem Prinzip: Zeit gegen Geld. Entrepreneur*innen verfolgen eigene Geschäftsideen und überwinden dieses Prinzip, bauen dafür aber häufig ein Unternehmen mit Mitarbeiter*innen auf. Solopreneur*innen entwickeln stärker eigene Produkte und skalierbare Angebote, ohne dafür jedoch eine größere Organisation zu brauchen. Sie nehmen damit eine Mittelposition ein.

Merkmal Freelancer*in / Freiberufler*in Solopreneur*in Entrepreneur*in / Unternehmer*in
Was wird verkauft? häufig persönliche Arbeitszeit eigene Produkte, Ergebnisse oder skalierbare Leistungen eigene Produkte oder Leistungen
Wessen Projekte stehen im Mittelpunkt? häufig Projekte von Auftraggeber*innen eigene Projekte und Angebote eigene Projekte und Angebote
Kundengewinnung Aufträge akquirieren eigene Kundschaft gewinnen eigene Kundschaft gewinnen
Festes Team meist nein bewusst nein häufig ja
Skalierung durch eigene Zeit begrenzt möglichst ohne proportional mehr eigene Zeit häufig über Personal, Kapital und Strukturen
Organisation flexibel möglichst ohne proportional mehr eigene Zeit schlank und flexibel je nach Unternehmensgröße komplexer

Die Tabelle oben zeigt eine idealtypische Abgrenzung. In der Praxis sind die Grenzen zwischen den drei Formen der Selbstständigkeit nicht immer eindeutig zu ziehen.

An einem Beispiel lassen sich die Unterschiede anschaulich machen: Stell dir drei Ernährungsberater*innen mit derselben Ausbildung vor:

  • Mara arbeitet für verschiedene Unternehmen und berät auf Stundenbasis. Je mehr Beratungsstunden sie verkauft, desto höher ist ihr Umsatz. Sie arbeitet allein und ist freiberuflich tätig.
  • Ben entwickelt ein digitales Ernährungsprogramm, ergänzt es um Gruppentermine und verkauft zusätzlich Vorlagen für die Wochenplanung. Viele dieser Inhalte erstellt er einmal und kann sie anschließend mehrfach verkaufen. Er führt das Business allein und arbeitet bei Bedarf mit externen Spezialist*innen zusammen. Ben arbeitet nach dem Solopreneurship-Prinzip.
  • Nora eröffnet mehrere Ernährungsstudios. Sie beschäftigt Berater*innen, eine Marketingkraft und Mitarbeiter*innen für die Verwaltung. Ihr Wachstum basiert unter anderem auf einem größeren Team. Damit entspricht ihr Modell eher einem klassischen Unternehmen.

Keines dieser Modelle ist grundsätzlich besser oder schlechter. Entscheidend ist, welche Form zu deinen Zielen, deinen Stärken und deinem gewünschten Arbeitsalltag passt.

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Welche Typen von Solopreneur*innen gibt es?

Solopreneur*innen lassen sich anhand ihrer Geschäftsmodelle in fünf Haupttypen unterteilen: Maker, Händler und Experten sowie Service-Anbieter und Erlebnis-Gestalter*innen. Sie arbeiten alle ohne feste Angestellte, nutzen aber unterschiedliche Wege, um ihre Arbeit zu gestalten und Geld zu verdienen.

Diese von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg beschriebenen Solopreneur-Typen zeigen, wie unterschiedlich ein Solo-Business aussehen kann. Die Kategorien sind keine starren Schubladen. Sie helfen dir vielmehr dabei, dein eigenes Geschäftsmodell einzuordnen und dein Profil zu schärfen.

  • Maker / Produzent*innen – entwickeln und verkaufen eigene physische oder digitale Produkte.
  • Händler*innen – kaufen, kuratieren oder vermitteln Produkte und verdienen am Handel.
  • Expert*innen – machen Wissen und Erfahrung zum Kern ihres Geschäfts und überführen sie möglichst in standardisierte Angebote.
  • Service-Anbieter*innen – bieten Dienstleistungen an, gestalten diese aber standardisiert, wiederholbar und möglichst prozessorientiert.
  • Erlebnis-Gestalter*innen – entwickeln Erlebnisse beziehungsweise Erlebnisprodukte, etwa Events, Games oder andere kreative Formate.

Wichtig: Du musst dich nicht für genau einen Typ entscheiden. Viele erfolgreiche Solopreneur*innen kombinieren mehrere dieser Modelle. Eine Expertin kann zum Beispiel einen Online-Kurs produzieren, zusätzlich Vorlagen verkaufen und ein Premium-Gruppenprogramm anbieten.

Viel wichtiger ist eine andere Frage: Wie entsteht daraus ein Geschäftsmodell, das wirtschaftlich funktioniert?

Wie entwickelst du als Solopreneur*in ein tragfähiges Geschäftsmodell?

Ein tragfähiges Solopreneur-Geschäftsmodell verbindet ein konkretes Kundenproblem mit einem passenden Angebot und einer realistischen Möglichkeit, damit dauerhaft Geld zu verdienen. Idealerweise lässt sich das Modell mit wenig Kapital starten, vereinfachen und zumindest teilweise skalieren.

Stelle dir dabei zunächst drei grundlegende Fragen:

  • Was bietest du an?
    Dein Angebot sollte ein konkretes Problem lösen oder einen klaren Wunsch deiner Zielgruppe erfüllen.
  • Für wen ist dein Angebot gedacht?
    Je genauer du verstehst, wem du helfen willst, desto klarer kannst du Produkt, Kommunikation und Preis gestalten.
  • Wie verdienst du damit Geld?
    Überlege nicht nur, welchen Preis du verlangst. Frage auch, wie oft du ein Angebot verkaufen kannst und wie viel Zeit, Kosten und persönliche Arbeit dafür nötig sind.

Für Solopreneur*innen kommt jetzt eine vierte Frage hinzu: Wie kann dein Business funktionieren, ohne dass du jede Minute persönlich daran arbeiten musst?

Mögliche Ansätze sind etwa digitale Produkte, Gruppenangebote, standardisierte Services, Abomodelle, Lizenzen oder automatisierte Abläufe.

Das bedeutet nicht, dass du passives Einkommen auf Knopfdruck erzeugen musst. Auch skalierbare Angebote brauchen Entwicklung, Marketing, Pflege und Support. Entscheidend ist, dass du nicht für jeden zusätzlichen Euro Umsatz zwangsläufig eine weitere Stunde verkaufen musst.

Es hilft dir außerdem, konkrete wirtschaftliche und vertriebliche Ziele zu setzen. Mit dem Ziel-Tracker von Smart Business Control kannst du deine Verkaufsziele über mehrere Monate planen und deine nächsten Schritte sichtbar machen.

So wird aus einer Geschäftsidee ein Modell, das du aktiv steuern kannst.

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Tipps für deinen Start als Solopreneur*in

Ein Solo-Business muss nicht von Beginn an perfekt sein. Schlank zu starten gibt dir die Chance, früh zu lernen und deine Entscheidungen auf echte Erfahrungen zu stützen. 

Die folgenden Tipps helfen dir, dein Geschäftsmodell auf Solopreneurship umzustellen oder direkt als Solopreneur*in zu gründen:

1. Teste deine Idee klein, bevor du groß investierst

Baue nicht monatelang ein umfangreiches Angebot, ohne zu wissen, ob deine Zielgruppe es wirklich möchte. Starte mit einer einfachen Version. Ein Workshop, ein Pilotkurs, eine kleine Produktserie oder ein erstes standardisiertes Servicepaket reichen aus, um herauszufinden, wie deine Idee ankommt.  Feedback gibt dir eine bessere Entscheidungsgrundlage als Vermutungen.

2. Kalkuliere deine Preise nachhaltig 

Gerade beim Start entsteht schnell der Gedanke: „Ich verlange erst einmal weniger, damit überhaupt jemand bucht.“ Das kann gefährlich werden. Ein Angebot, das sich nur verkauft, weil du deinen eigenen Aufwand nicht angemessen einrechnest, ermöglicht kein stabiles Geschäftsmodell. Berechne deshalb früh, welche Kosten entstehen, welchen Gewinn du brauchst und wie viele Verkäufe realistisch sind.

3. Baue nicht nur ein einzelnes Angebot

Ein einziges Produkt kann funktionieren. Es macht dein Business aber auch abhängig davon, dass genau dieses eine Angebot dauerhaft genug Kund*innen überzeugt. Eine gestaffelte Angebotsstruktur gibt deiner Kundschaft unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten. Gleichzeitig kannst du Angebote aufeinander aufbauen. Die Produkt-Treppe© hilft dir dabei, diese Struktur sichtbar zu machen.

4. Vereinfache deine Abläufe

Als Solopreneur*in ist deine Zeit kostbar. Deshalb lohnt es sich, möglichst viele deiner Tätigkeiten zu standardisieren und zu automatisieren. Welche E-Mails kannst du vorbereiten? Welche Buchungen können automatisch laufen? Welche Aufgaben können spezialisierte Dienstleister*innen besser übernehmen. Du musst nicht alles selbst machen, nur weil du dein Unternehmen allein führst.

5. Schau nicht nur auf deinen Umsatz

10.000 Euro Umsatz sagen wenig darüber aus, wie erfolgreich dein Business tatsächlich ist. Entscheidend ist, was nach Kosten und Aufwand übrig bleibt. Prüfe deshalb regelmäßig deine Rentabilität und vergleiche deine Angebote miteinander. So erkennst du früh, welche Produkte dein Business wirklich tragen.

Wie kalkulierst du als Solopreneur*in deine Preise?

Bei der Preiskalkulation solltest du deine Kosten, deinen eigenen Zeitaufwand und den gewünschten Gewinn berücksichtigen und das Ergebnis anschließend mit Markt und Zahlungsbereitschaft deiner Zielgruppe abgleichen. Dein Preis muss nicht nur attraktiv wirken, sondern dein Business wirtschaftlich tragen. Viele Solopreneur*innen kalkulieren Preise anfangs häufig zu niedrig. Dahinter stehen oft Unsicherheit, fehlende Erfahrungswerte oder die Sorge, Kund*innen mit einem höheren Preis abzuschrecken. Doch ein niedriger Preis kann ein Problem verstärken: Du brauchst immer mehr Verkäufe oder Arbeitsstunden, um dasselbe Einkommen zu erzielen.

Berücksichtige deshalb mindestens:

  • laufende betriebliche Kosten,
  • Kosten, die direkt durch das Angebot entstehen,
  • deine eigene Arbeitszeit,
  • Zeiten für Marketing, Verwaltung und Weiterentwicklung,
  • Rücklagen und unternehmerisches Risiko,
  • deinen gewünschten Gewinn.

Steuern und deine private Finanzplanung gehören ebenfalls in deine Gesamtbetrachtung.

Ein einfaches Beispiel zeigt, warum das wichtig ist: Du verkaufst einen Workshop für 300 Euro. Auf den ersten Blick wirken zehn Buchungen wie 3.000 Euro Einnahmen. Wenn für Durchführung, Vorbereitung, Software, Zahlungsgebühren, Marketing und Betreuung jedoch hohe Kosten beziehungsweise viele Arbeitsstunden entstehen, kann ein Angebot mit hohen Umsätzen trotzdem wenig zu deinem tatsächlichen Einkommen beitragen. Deshalb reicht die Frage „Was verlangen andere?“ nicht aus. Der Markt liefert dir einen wichtigen Vergleichswert. Deine eigene Kalkulation zeigt dir dagegen, welcher Preis für dein Business funktionieren muss.

Weißt du, ob sich dein Angebot als Solopreneur*in wirklich rechnet?

Mit dem Ertrags-Check von Smart Business Control siehst du, ob deine Preise wirtschaftlich sind und welche Angebote sich für dich lohnen.

Ertrags-Check ausprobieren

Wie berechnest du, ob sich dein Angebot als Solopreneur*in wirklich rentiert?

Wenn du die Rentabilität berechnen möchtest, setzt du den wirtschaftlichen Ertrag ins Verhältnis zu dem Aufwand, der dafür notwendig ist. Entscheidend ist also nicht nur, wie viel Umsatz ein Angebot erzielt, sondern wie viel davon nach Kosten und Ressourceneinsatz übrig bleibt.

Drei Begriffe solltest du auseinanderhalten:

  • Umsatz ist das Geld, das du durch Verkäufe einnimmst.
  • Gewinn ist vereinfacht gesagt der Betrag, der nach Abzug deiner betrieblichen Kosten vom Umsatz übrig bleibt.
  • Rentabilität hilft dir zu beurteilen, wie wirtschaftlich der eingesetzte Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis ist.

Für Solopreneur*innen ist diese Betrachtung besonders wichtig, weil eine Ressource nicht beliebig vermehrbar ist: deine eigene Zeit. Stell dir vor, du hast zwei Angebote: Angebot A bringt dir 4.000 Euro Umsatz, beansprucht dich aber fast den gesamten Monat. Angebot B bringt 3.000 Euro Umsatz, benötigt durch standardisierte Abläufe jedoch nur einen Bruchteil deiner Zeit. Allein anhand des Umsatzes wäre Angebot A dein Favorit. Betrachtet man Kosten, Arbeitszeit und Gewinn, kann Angebot B wirtschaftlich deutlich interessanter sein.

Genau deshalb solltest du nicht nur fragen: „Wie bekomme ich mehr Kund*innen?“

Frage auch: „Welche meiner Angebote tragen mein Business tatsächlich?“

Mit dem Ertrags-Check von Smart Business Control kannst du Einnahmen und Kosten deiner Angebote gegenüberstellen. So erkennst du schneller, wo deine Planung trägt und wo du bei Preisgestaltung, Kosten oder Verkaufsmenge nachschärfen solltest. Mehr dazu erfährst du auch in unserem Ratgeber zur Rentabilitätsvorschau.

Wie entwickelst du als Solopreneur*in eine Produktstrategie mit der Produkt-Treppe©?

Eine klare Produktstrategie ordnet deine Angebote so, dass sie wirtschaftlich zusammenpassen und Kund*innen einen nachvollziehbaren Weg durch dein Portfolio bieten. 

Gerade Solopreneur*innen geraten leicht in eines von zwei Extremen: Da ist zum einen der Gemischtwarenladen: (Zu) viele Ideen werden gleichzeitig angeboten. Am anderen Ende steht das Ein-Produkt-Wunder: Der gesamte Umsatz hängt an einem einzigen Angebot.

Beides kann funktionieren. Beide Varianten bergen aber Risiken.

Eine durchdachte Produktstrategie schafft mehr Klarheit und weniger Abhängigkeit. Die Produkt-Treppe© unterstützt dich bei diesem Schritt. 

Die Idee hinter der Produkt-Treppe©: Jedes Angebot steht nicht für sich, sondern erfüllt eine bestimmte Funktion in deinem Geschäftsmodell, sodass eins logisch zum anderen führt:

  • Kostenfreie oder sehr günstige Angebote schaffen Aufmerksamkeit und Reichweite. Sie dienen dazu, deinen potenziellen Kund*innen den Einstieg zu erleichtern. 
  • Deine Kernangebote bilden deine wirtschaftliche Tragschicht. Sie sind relativ standardisiert, sodass du sie zu fairen Preisen an größere Kundengruppen verkaufen kannst. 
  • Premium-Produkte am oberen Ende deiner Produkt-Treppe© sind individuell auf die Wünsche deiner Kund*innen zugeschnitten. Dafür zahlen sie einen entsprechenden Preis  

Deine Kund*innen müssen dabei nicht zwingend jede Stufe durchlaufen. Aber sie verstehen schnell, welche Möglichkeiten es gibt und welches Angebot zum aktuellen Bedarf passt. Gleichzeitig erkennst du selbst, wo noch Angebote fehlen, wo sich Leistungen überschneiden und welche Produkte besonders wichtig für deinen Umsatz und Gewinn sind.  Besonders praktisch: Mit der digitalen  Produkt-Treppe© von Smart Business Control kannst du unterschiedliche Varianten deines Portfolios durchspielen und dein Geschäftskonzept visuell strukturieren. Vertiefende Informationen findest du in unserem Ratgeber zum Produktportfolio.

Bring Struktur in dein Solo-Angebot

Mit der Produkt-Treppe© von Smart Business Control ordnest du deine Leistungen sinnvoll, erkennst Lücken in deinem Portfolio und entwickelst ein Geschäftsmodell, das wirklich tragfähig ist.

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Wie unterstützt dich Smart Business Control als Solopreneur*in?

Smart Business Control ist eine Planungs- und Steuerungssoftware für Gründer*innen und Selbstständige. Sie hilft dir, Angebote zu strukturieren, Preise realistisch einzuschätzen und wirtschaftliche Entscheidungen fundierter zu treffen.

Als Solopreneur*in hast du meist keine eigene Finanzabteilung und kein Controlling-Team im Hintergrund. Und das brauchst du auch nicht. Du brauchst vor allem die richtigen Informationen für deine Entscheidungen. Smart Business Control verbindet dafür drei wichtige Bereiche:

Produkt-Treppe©: Wie ist dein Angebot aufgebaut?

Mit der Produkt-Treppe© strukturierst du deine Leistungen und Produkte. Du erkennst, welche Rolle ein Angebot in deinem Portfolio spielt und wo Lücken oder unnötige Überschneidungen entstehen.

Ertrags-Check: Rechnen sich deine Angebote?

Mit dem Ertrags-Check stellst du Preise, erwartete Einnahmen und Kosten gegenüber. So bekommst du eine Antwort auf eine der wichtigsten Fragen deines Solo-Business: Trägt mich dieses Angebot wirklich?

Ziel-Tracker: Was willst du konkret erreichen?

Mit dem Ziel-Tracker planst du deine Verkaufsziele über die kommenden Monate und zerlegst größere Vorhaben in überschaubare Schritte. Statt deine Planung über Tabellen, Notizzettel und verschiedene Tools zu verteilen, erkennst du auf einen Blick die Zusammenhänge.

Smart Business Control versteht sich dabei nicht als komplizierte Finanzsoftware. Es ist ein intuitives Werkzeug für deine unternehmerische Planung. Du sagst, was du verkaufen möchtest. Das Tool hilft dir zu erkennen, ob deine Planung dazu passt. So kannst du Entscheidungen treffen, bevor Fehlkalkulationen teuer werden.

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Wie sieht ein Solopreneur-Beispiel aus der Praxis aus?

Ein anschauliches Beispiel für einen Solopreneur des Typs Maker ist Arne Engelke mit seinem Unternehmen krydda. Ausgangspunkt für Arnes Gründung war ein konkretes Problem: Tofu schmeckte ihm oft nicht gut genug. Also entwickelte er eigene Tofu-Würzmischungen und beschloss sie, online zu vertreiben. Produktion und Versand wollte er nicht selbst übernehmen, sondern über Gewürzlieferanten und Lohnhersteller organisieren. So kann er sich auf Produktentwicklung, Marketing, Kund*innen und Vertrieb konzentrieren, ohne dafür ein eigenes Produktionsteam aufzubauen.

Spannend ist die krydda-Angebotsstruktur. Überträgt man das sie auf die Produkt-Treppe©, entsteht ein klarer Weg der Kund*innen vom ersten Kontakt bis zur langfristigen Kundenbeziehung:

Stufe Angebot Funktion
Reichweite Rezeptblog, kostenlose Rezepte und Ernährungsinfos im Newsletter Interessierte entdecken krydda und erhalten einen ersten Nutzen ohne Kauf
Einstieg einzelne Würzmischungen für rund 6 Euro Kund*innen können das Produkt mit geringer Einstiegshürde kennenlernen
Tragschicht Startersets in S, M und L inklusive E-Book Mehrere Produkte werden zu umfangreicheren Angeboten gebündelt
Erweitertes Angebot Geschenkset mit Würzmischungen, Schneidebrett, Rezeptkarten und Rabatt für den Onlineshop Produkt und ergänzende Bestandteile schaffen ein höherwertiges Gesamtpaket
Superuser individuell zusammenstellbare Abos mit wählbarem Lieferintervall Stammkund*innen kaufen regelmäßig und sorgen für wiederkehrende Umsätze

Das Beispiel zeigt einen wichtigen Vorteil einer durchdachten Produktstrategie: Arne muss nicht daraufsetzen, allen Kund*innen immer dasselbe Produkt zu verkaufen. Interessierte können krydda zunächst über kostenlose Inhalte entdecken, mit einer einzelnen Würzmischung einsteigen und später zu Sets oder einem Abo wechseln.

Gerade die oberste Stufe ist für ein Solopreneur-Business interessant. Abonnements schaffen wiederkehrende Umsätze, während standardisierte Produkte, externe Herstellung und organisierte Lieferprozesse dazu beitragen können, dass der persönliche Arbeitsaufwand nicht mit jeder Bestellung im gleichen Maß wächst.

So wird aus einer einzelnen Tofu-Würzmischung Schritt für Schritt ein strukturiertes Geschäftsmodell – und genau dabei hilft die Produkt-Treppe© von Smart Business Control: Sie macht sichtbar, wie einzelne Angebote zusammenspielen und wo im Portfolio noch Chancen oder Lücken liegen.

Fazit: Wie wird aus Solopreneurship ein stabiles Business?

Solopreneurship kann dir viel Freiheit geben. Wirtschaftliche Freiheit entsteht aber nicht allein dadurch, dass du ohne Team arbeitest. Ein tragfähiges Solo-Business braucht ein Geschäftsmodell, das zu dir und deiner Zielgruppe passt.

Eine klare Produktstrategie gibt deinem Portfolio Struktur. Eine realistische Preiskalkulation schützt dich davor, viel zu arbeiten und trotzdem zu wenig zu verdienen. Wenn du regelmäßig deine Rentabilität berechnest, erkennst du, welche Ideen dein Unternehmen wirklich tragen.

Smart Business Control bringt diese Perspektiven zusammen.

Mit Produkt-Treppe©, Ertrags-Check und Ziel-Tracker bekommst du Werkzeuge, die dir helfen, deine Selbstständigkeit besser zu planen und wirtschaftliche Entscheidungen bewusster zu treffen.

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FAQ: Häufige Fragen zu Solopreneur*innen

Was ist ein Solo-Entrepreneur?

Der Begriff Solo-Entrepreneur wird in der Regel als Synonym für Solopreneur verwendet. Gemeint ist eine Person, die unternehmerisch arbeitet und ihr Unternehmen bewusst ohne großes Team führt. Ziel ist häufig ein schlankes Geschäftsmodell mit Angeboten, die sich zumindest teilweise skalieren lassen.

Was bedeutet Solopreneurship?

Solopreneurship bezeichnet die Art, ein Unternehmen schlank und möglichst flexibel aufzubauen. Statt ein großes Team und komplexe Strukturen zu schaffen, entwickeln Solopreneur*innen ihr Geschäft häufig schrittweise weiter und nutzen Netzwerke, digitale Werkzeuge, Standardisierung und Automatisierung.

Welche Software beziehungsweise welche Tools brauchen Solopreneur*innen für die Businessplanung?

Solopreneur-Tools sollten dir vor allem Arbeit abnehmen und Entscheidungen erleichtern. Sinnvoll sind beispielsweise Lösungen für Buchhaltung, Terminplanung, Kommunikation und Automatisierung sowie Werkzeuge für die strategische Businessplanung. Smart Business Control konzentriert sich auf die unternehmerische Steuerung: Mit Produkt-Treppe©, Ertrags-Check und Ziel-Tracker kannst du deine Angebotsstruktur planen, die Wirtschaftlichkeit prüfen und Verkaufsziele steuern.

Was ist der Unterschied zwischen einem Solopreneur und einem Unternehmer?

Auch Solopreneur*innen sind Unternehmer*innen. Der Unterschied liegt vor allem in der Organisation: Solopreneur*innen entscheiden sich dafür, ihr Unternehmen ohne festangestelltes Team zu führen. Klassische Unternehmer*innen bauen dagegen häufig Strukturen auf, in denen Mitarbeiter*innen einen wesentlichen Teil der Leistungserstellung übernehmen.

Sind Solopreneur*innen automatisch Freiberufler*innen?

Nein. „Solopreneur“ beschreibt vor allem die Art, wie ein Business aufgebaut und geführt wird, während „freiberuflich“ in Deutschland eine steuerrechtliche Einordnung betrifft. Freiberufler*innen erbringen in der Regel wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Leistungen beziehungsweise üben einen sogenannten Katalog- oder ähnlichen Beruf aus. Auf freiberufliche Einkünfte fällt grundsätzlich keine Gewerbesteuer an. Solopreneur*innen können je nach Geschäftsmodell freiberuflich oder gewerbliche tätig sein. 

Muss ein Solopreneur-Business digital sein?

Nein. Digitale Produkte und Prozesse sind für Solopreneur*innen attraktiv, weil sie häufig leichter automatisierbar und skalierbar sind. Du kannst das Prinzip aber auch auf physische Produkte oder standardisierte Dienstleistungen übertragen, solange dein Geschäftsmodell mit schlanken Strukturen funktioniert.

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